Das Auto von Sarajewo

Buchvorstellung

Hofrat Mag. Dr. M. Christian Ortner/ Ing. Mag. Thomas Ilming

Das Auto von Sarajevo

Der geschichtsträchtigste Oldtimer der Welt

2014, 124 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, matter cellophanierter Pappband Einband, ISBN: 978-3-9503611-5-5.W-H Edition Winkler-Hermaden, 2123 Schleinbach, Hauptstraße 37,Tel.:+43 (0)22 45/ 45 92    www.edition-wh.at, e-mail: info@edition-wh.at

Es gehört zu den wichtigsten Objekten des Heeresgeschichtlichen Museums im Wiener Arsenal. Der Personenwagen Marke Gräf & Stift, Baujahr 1910, 4 Zylinder, 28/32 PS. Links neben der Windschutzscheibe die kleine Erzherzogsstandarte.

Bei diesem Wagen handelt es sich nicht um irgendein Automobil, sondern um jenes Fahrzeug, in dem am 28. Juni 1914 Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie Gräfin von Hohenberg bei ihrem Besuch von Sarajevo saßen und ermordet wurden.

Das Buch von M. Christian Ortner und Thomas Ilming erzählt einerseits die Geschichte dieses Fahrzeuges und bietet andererseits in vielen aktuellen Detailfotos eine genaue (auch technische) Dokumentation des Wagens. M. Christian Ortner schildert die Vorgeschichte und die Ereignisse des 28. Juni 1914, erzählt die weitere Geschichte des Autos bis heute. Thomas Ilming widmet sich ausführlich der Dokumentation des Fahrzeuges.

Das Auto blieb nach dem Attentat in Sarajevo in Verwahrung. Der Eigentümer, Franz Graf Harrach, widmete es Kaiser Franz Joseph, der die Überstellung in das k. u. k. Heeresmuseum verfügte. Von 1914 bis 1944 war der Wagen in der Feldherrenhalle ausgestellt. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er beschädigt, seit 1957 befindet er sich nach einer Restaurierung an seinem heutigen Aufstellungsplatz.

Für Sudetendeutsche besonders interessant: der Fahrer des Automobils in Sarajevo war Leopold Lojka (*1885 in Znaim, t 1926 in Brünn). Am 29. Juni identifizierte er in einer Gegenüberstellung Princip als Attentäter („Der da ist es, der Mörder“).

Danach trat er im Sarajevoer Prozess gegen die Attentäter und ihre Helfer als Zeuge der Anklage auf. Nach dem Krieg ließ Lojka sich in Znaim nieder, wo er ein Gasthaus betrieb, das er 1925 verkaufte. Er siedelte stattdessen nach Brünn über, wo er ein neues Gasthaus eröffnete, das er bis zu seinem Tod 1926 betrieb. Daneben tat Lojka sich zu dieser Zeit durch eine Reihe von Interviews und Berichten, in denen er die Ereignisse des 28. Junis schilderte, hervor und wurde so zeitweise zu einer weltbekannten Gestalt.

Die Autoren:

Hofrat Mag. Dr. Christian M. Ortner ist Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien (seit 2007). Autor zahlreicher Bücher zur österreichischen Militärgeschichte.

Ing. Mag. Thomas Ilming, seit 1997 im Heeresgeschichtlichen Museum tätig. Er ist Leiter des Bereichs „Waffen & Technik“, stv. Leiter der Abteilung „Sammlung & Ausstellung“.

 

 

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