Die Gender-Ideologie - ein Angriff auf die Schöpfungsordnung

 

Haus der Heimat, 1030 Wien, Steingasse 25, Montag, 21. September 2015

Ministerialrat Dr. Herbert Knauthe moderierte beim Vortrag von

OStR Prof. MMag. DDr. phil. et iur. EDITH PEKAREK zum Thema:

Die Gender-Ideologie – ein Angriff auf die Schöpfungsordnung“

Der englische Begriff „gender“ will das soziale bzw. psychologische Geschlecht einer Person bezeichnen – und dies im Gegensatz zu ihrem biologischen Geschlecht (engl. „sex“).

Die „Gender“-Geschlechtlichkeit ist nicht „rollenbedingt“ – sie kann sich in einer Gruppe bzw. in der Gesellschaft verändern.

Unter „Mainstreaming“ (Hauptströmung) versteht man die Strategie, ein Thema in den „Hauptstrom“ der Politik zu bringen. Diese Strategie zielt auf eine Gleichstellung der Geschlechter in allen gesellschaftlichen Bereichen ab („gleichstellungsorientierte Politik“).

Gender Mainstreaming soll – als aktive Gleichstellungspolitik – sowohl im internationalen Recht als auch im nationalen Bereich verankert werden. Die Verfechter von Gender Mainstreaming argumentieren, dass alle Mitglieder der Gesellschaft – Frauen und Männer – die gleiche Chance zur Teilnahme an allen Bereichen des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens haben sollen. Erst die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern werde die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Privatleben ermöglichen.

Gender Mainstreaming besteht in der Organisation, Verbesserung, Entwicklung und Evaluierung politischer Prozesse mit dem Ziel, eine geschlechterbezogene Sichtweise in alle politischen Konzepte auf allen Ebenen und in allen Phasen durch alle an politischen Entscheidungen beteiligten Akteuren und Akteurinnen einzubeziehen (Europarat, Straßburg 1998).

Gender Mainstreaming betrifft die politischen Prozesse im Allgemeinen und zielt darauf ab, dass bei der Planung politischer Strategien die Besonderheiten, Interessen und Wertvorstellungen beider Geschlechter berücksichtigt werden. Bei jedem politischen Ansatz ist zu hinterfragen, welche Auswirkung(en) die geplante bzw. realisierte Politik auf die Erreichung des Ziels der Gleichstellung von Frauen und Männern hat. Der primäre Zweck von Gender Mainstreaming in der Legistik ist es zu gewährleisten, dass Rechtsnormen geschlechterspezifische Benachteiligungen nicht fördern oder gar verursachen (Bundesministerium für Bildung und Frauen).

Frau DDr. Edith Pekarek sieht Gender Mainstreaming als Generalangriff auf die Schöpfungsordnung. Begriffe wie „Gleichstellung“, „Gleichbehandlung“, „Chancengleichheit“ und „Geschlechtergerechtigkeit“ werden sicherlich von den Frauen als positiv empfunden. Gender Mainstreaming aber führt zu einer Wahrheitsumkehr. Das Ziel ist die Änderung des Menschen – und dies in seinem Kern: in seiner geschlechtlichen Identität. Der Mensch rebelliert gegen die ihm von Gott zugedachte Individualität als Mann und Frau. Diese Strategie ist perfide; sie verweist die Realität der Zweigeschlechtlichkeit in den Bereich der Irrealität und behauptet das Vorhandensein mehrerer Geschlechter sowie deren Austauschbarkeit.


Zu den interessanten Ausführungen von Frau DDr. Pekarek gab es zahlreiche Wortmeldungen aus den Publikum.


Für ihren lebendigen Vortrag bekam Frau DDr. Pekarek nicht nur viel Applaus, sondern auch einen Blumenstrauß.


Worauf sich die Vortragende sympolisch bei der Regierung mit fünf Distlem bedankte - jeweils eine Distel für einen Fehler der Regierung bezüglich Gender- bzw. Famlienrechte.



 

Vita von MMag. DDr. phil. et iur. Edith Pekarek

Edith Luitz – (später) verehelichte Pekarek – wurde in Wien geboren; ihre Urheimat ist jedoch das Waldviertel. Sie studierte Germanistik, Geographie und Französisch an der Philosophischen Fakultät der Universität Wien. Dort erwarb sie das Doktorat der Philosophie sowie das Lehramt für Allgemeinbildende Höhere Schulen (AHS). Sie war zunächst als Konsulentin im Institut für Standortberatung Wien sowie als freie Mitarbeiterin in der Niederösterreichischen Landesregierung, Abteilung Raumplanung, tätig.

Nach der Familiengründung übte Frau Dr. Pekarek das Lehramt an mehreren Gymnasien der Stadt Wien aus. Nach der Pensionierung studierte Frau Dr. Pekarek Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Schwerpunkt des Studiums war das Europarecht (Thema der Dissertation: „Das Subsidiaritätsprinzip in der Europäischen Union“). Sie erwarb auch das Extra-Diplom für Europarecht. Studienreisen führte sie nach Brüssel, Gent, Brügge und Den Haag (Internationaler Strafgerichtshof).

Frau DDr. Edith Pekarek nahm auch an der Europäischen Subsidiaritätskonferenz 2006 in St. Pölten teil. Derzeitiger Arbeitsschwerpunkt ist die Antidiskriminierungsgesetzgebung der Europäischen Union, darunter die Gender-Ideologie.

Frau DDr. Pekarek ist verheiratet; sie hat drei erwachsene Söhne.


 

 

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