Die letzten Zeugen

Die letzten Zeugen

Vom Kaiserreich zum „Anschluss“

Birgit Mosser-Schuöcker, mit Beiträgen von Gerhard Jelinek

1. Auflage, 288 Seiten, gebunden, schwarz-weiß Aufnahmen, ISBN: 978-3-85002-827-1

Preis: 22,95 EUR, AMALTHEA SIGNUM VERLAG, Am Heumarkt 19, 1030 Wien,

Tel.: 01 / 7 12 35 60, Fax: 01 / 7 13 89 95

E-Mail:  verlag@amalthea.at                www.amalthea.at

Erlebt, erlitten, erzählt: Eine Zeitreise in die österreichische Vergangenheit

„Die letzten Zeugen“ Sprechen über Ereignisse, die viele Jahrzehnte zurückliegen und doch die Republik Österreich entscheidend geprägt haben. Sie erinnern sich an Meilensteine wie den verlorenen Ersten Weltkrieg, den Justizpalastbrand, den Bürgerkrieg, den Juliputsch oder den „Anschluss“. Die authentischen Schilderungen werden in den zeitgeschichtlichen Zusammenhang eingebettet: persönlich, packend, direkt.

 

Ø Auf der Grundlage authentischer Zeitzeugeninterviews, u.a. mit Heinrich Treichl, Fritz Molden, Dorothea Haider, Christl Schönfeldt, Eric Pleskow, und des letzten Interviews mit Otto von Habsburg

Ø Die wichtigsten Ereignisse vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges bis zum „Anschluss“

Ø Das Buch zur großen ORF III-Dokumentationsreihe „Wie wir wurden. Was wir sind.“

»Meine Mutter hat geweint, weil sie die Mobilmachung in der Zeitung gelesen hat und Angst hatte vor dem, was kommt:“ Frieda Jeszenkovitsch, Jahrgang 1909, erinnert sich an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges.

Für die ORF III-Dokumentationsreihe haben die Autoren berührende Gespräche mit Zeitzeugen geführt, deren Erinnerungen weit zurückreichen: in die untergehende Habsburgermonarchie, in die krisengeschüttelte Erste Republik und schließlich in die Anfänge der NS-Herrschaft. „Die letzten Zeugen“ lassen die politische Lage und das Lebensgefühl jener bewegten Jahre wieder lebendig werden.

„Jedes einzelne Interview war wie das Eintauchen in eine andere, längst vergangene Welt. Ich sprach mit Adeligen und Bürgerlichen, mit alten Kommunisten und ehemaligen National-sozialisten, mit Großstadtmenschen und Bauern, mit Menschen aus den verschiedensten Teilen Österreichs. Sie alle haben mir ihre Geschichten erzählt und damit die Geschichte der Ersten Republik zum Leben erweckt. Die Gespräche waren so unterschiedlich wie meine Gesprächspartner selbst: heiter oder traurig, sachlich oder emotional, intellektuell oder bodenständig. Immer aber waren sie berührend, weil sie authentisch und unverstellt waren“, so Birgit Mosser-Schuöcker.

Die Geschichte und Geschichten der Zeitzeugen sind Mosaiksteine, die zusammengesetzt das lebendige Bild einer vergangenen Epoche ergeben.

Leseprobe

… Kein Volk will die nahende Niederlage mit den deutschsprachigen Österreichern teilen. „Heil Deutschösterreich!“ hallte es am 21. Oktober 1918 durch den Sitzungssaal der Niederösterreichischen Landesregierung in der Wiener Herrengasse. Die Reichsratsabgeordneten aller deutschsprachigen Wahlbezirke sind zur Konstituierung einer Provisorischen Nationalversammlung zusammengekommen. Einstimmig wird die Gründung Deutschösterreichs beschlossen, dessen Grenzen noch nicht feststehen. Selbstbewusst formulieren die Abgeordneten: „Das deutsche Volk in Österreich ist entschlossen, seine künftige staatliche Ordnung selbst zu bestimmen (…) Der deutsch-österreichische Staat beansprucht die Gebietsgewalt über das ganze deutsche Siedlungsgebiet, insbesondere auch in den Sudetenländern; jeder Annexion von Gebieten, die von deutschen Bauern, Arbeitern und Bürgern bewohnt werden, durch andere Nationen wird sich der deutsch-österreichische Staat widersetzten“. Ein solches Deutschösterreich würde ein Siedlungsgebiet mit rund 10 Millionen Menschen umfassen. Es wird ein unerreichbarer Traum bleiben. ….

Dieses Buch ist auch als E-BOOK erhältlich.

 

 

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