Sonderausstellung in Wien bis 13. Mai 2015 verlängert

Vor 50 Jahren übernahm Klosterneuburg, als erste österreichische Stadt, die Patenschaft über die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aus ihrer Heimat vertriebenen Sudetendeutschen. Man wollte ihnen nach ihrer Entwurzelung in der Babenbergerstadt wieder einen geistigen und kulturellen Mittelpunkt geben.

Zu diesem Jubiläum gestaltete das Mährisch-Schlesische Heimatmuseum eine Sonderausstellung mit dem Titel:

„Bedeutende Klosterneuburger aus Böhmen, Mähren und Schlesien“

 In dieser Ausstellung wird an die Jahrhunderte langen Beziehungen zwischen Klosterneuburg und den Ländern der Böhmischen Krone erinnert, wozu der Orden der Augustiner Chorherren wesentlich beitrug. Wie man aus dem seit 1624 geführten Chorherren-Katalog entnehmen kann, schlossen sich viele junge Männer aus Böhmen, Mähren und Schlesien diesem Orden an und bildeten oft einen beträchtlichen Anteil des Personalstandes. Vor allem in der Zeit Kaiser Josefs II., der in Böhmen die meisten Klöster schließen ließ, traten viele heimatlos gewordenen Chorherren in das Stift Klosterneuburg ein, das unter dem besonderen Schutz des Hauses Habsburg stand.

Doch nicht nur das Stift, sondern auch die Stadt Klosterneuburg war Anziehungspunkt. Viele Verwandte folgten den Chorherren als Handwerker und Lehrer. Auch Künstler und Techniker wurden, nach Abschluss ihrer Studien in Wien, Bürger dieser Stadt.

So ist es verständlich, daß nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zahlreiche Heimatvertriebene in dieser Stadt eine neue Heimat suchten und fanden.

Stellvertretend für all die vielen, die hier nicht einzeln genannt werden können, wurden Persönlichkeiten ausgewählt, nach denen Straßen und Verkehrsflächen benannt worden sind.

Der Patenschaft ist es zu verdanken, dass hier auch heute noch alljährliche Treffen von Heimatvertriebenen aus dem Sudetenland stattfinden und daß das Mährisch-Schlesische Heimatmuseum über 40 Jahre lang in dieser Stadt beheimatet ist.

Diese Ausstellung haben wir vom Mährisch-Schlesischen Heimatmuseum übernommen und zeigten sie in Wien seit 16. Jänner 2015 – sie wird verlängert bis 13. Mai 2015, dem endgültigen Ende.

BESUCHSZEITEN

im Haus der Heimat, 1030 Wien, Steingasse 25

Montag bis Donnerstag von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr

Kontakt im SLÖ-Büro, im Hoftrakt, 2. Stock, Lift.

Sonderführungen (Gruppen) - auch zu anderen Zeiten - bitte vorher vereinbaren!

Ausstellung geöffnet bis 13. Mai 2015

 

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