Südmährenfahrt 2014 mit dem Patenschaftsrat von Geislingen

vom 25. – 28. September 2014

Am Donnerstag, dem 25 September,  reiste wieder einmal eine Delegation des Patenschaftsrates und Südmährerbundes mit mehreren Stadt- und Gemeinderäten der Stadt Geislingen (Baden-Württemberg) sowie Pfarrer Martin Ehrler in unsere alte Heimat Südmähren und in das nördliche Niederösterreich. 

Die Delegation stand unter der Leitung des Sprechers der Südmährer Franz Longin und des Präsidenten der Sudetendeutschen Bundesversammlung Reinfried Vogler. Der seit 1. September d. J. im Amt befindliche Oberbürgermeister der Stadt Geislingen, Frank Dehmer, der selbst südmährische Wurzeln hat, ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls mit dabei zu sein.

Erste Station war die Landeshauptstadt von Niederösterreich, St. Pölten. Der Empfang der Delegation durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll war überaus herzlich und dauerte eine gute Stunde im festlichen Ambiente des Landhauses. In seiner Ansprache betonte LH Pröll die Verbundenheit Niederösterreichs mit den Südmährern und hob die Leistungen der Heimatvertriebenen am Wiederaufbau ihrer zweiten Heimat Österreich besonders hervor, und er versicherte den Südmährern seine persönliche Unterstützung bei ihren weiteren Vorhaben.

Franz Longin bedankte sich für die ehrenvolle Einladung und gab seiner Freude über das Wiedersehen mit dem Freund der Südmährer Dr. Pröll Ausdruck, indem er einen Bildband über Südmähren überreichte. OBM Frank Dehmer lud LH Dr. Pröll ein, nach Geislingen zu kommen und übergab ein Buch über die 5-Täler-Stadt. Der LH revanchierte sich mit einem Imbiss und niederösterreichischem Wein.

Danach ging es in die Grenzstadt Laa/Thaya, wo in Vertretung des aus persönlichen Gründen zurückgetretenen bisherigen Bürgermeisters Manfred Fass seine designierte Nachfolgerin Stadträtin Brigitte Ribisch die Teilnehmer herzlich willkommen hieß. Sie gab einen historischen Überblick über die Stadt Laa, deren bisherige Entwicklung, die jetzige wirtschaftliche Situation mit Zukunftsaussichten und betonte ihre enge persönliche Bindung zu den Südmährern (ihr Vater stammt aus Höflein/Hevlin).

Durch den „Heimat- und Museumsverein Thayaland“ ist die Stadt nach wie vor ebenfalls sehr eng mit uns Südmährern verbunden, haben doch nach der Vertreibung zahlreiche Landsleute ihre zweite Heimat im „Land um Laa“ gefunden. Auch bei Frau BSI Brigitte Ribisch  spürte man, dass man bei Freunden ist und OBM Dehmer stellte einige Parallellen zwischen Laa und Geislingen fest. Er sprach auch hier eine Einladung zu einem Besuch „seiner“ Stadt aus. 

Am Freitag ging die Reise nach Brünn/Brno, wo ein Empfang bei Roman Celý, dem stellvertretenden Bezirkshauptmann auf dem Programm stand. Er erinnerte in seiner Ansprache an seine Erfahrungen mit den südmährischen Landsleuten und an das, was die deutschen Bewohner dieser Region geleistet hätten. Deswegen seien diese Besucher „mehr als nur irgendeine Gruppe aus dem Ausland, sondern Landsleute“, die man mit großer Freude empfange.

Franz Longin versicherte in seiner Ansprache, seine Landsleute kämen gerne und auch mit Dankbarkeit zur Hauptstadt des heutigen Bezirks Südmähren. OBM Dehmer erwähnte, dass seine Stadt die Patenschaft über die Südmährer übernommen habe, und dass dies auch nach seiner vor kurzem erfolgten Amtsübernahme weiterhin so bleiben werde.

Nach einem Film, über Südmähren und anschließender Diskussion lud der Stellvertretende Bezirkshauptmann Roman Cely zu einem Empfang. Auf der Rückfahrt wurde noch in Pohrlitz/Pohořelice beim Gedenkkreuz an den Brünner Todesmarsch Halt gemacht und der Toten Brünner Landsleute gedacht. Leider ist die Gedenkstätte zur Zeit von Unkraut überwuchert und in keinem guten Zustand!

Zum Tagesausklang gab es einen abendlichen Heurigen im renovierten Kellergewölbe von Landsmann Johann Hans (Leipertitz/ Litobratřice)) mit einem ausgezeichneten kalten Buffet und herrlichen Weinen.

Am Samstag war Kultur angesagt: Vormittag Führung durch Nikolsburg/Mikulov durch Reiner Elsinger mit Besuch der Synagoge, des jüdischen Friedhofes und der Gedenkstätte am deutschen Friedhof.  Danach ging es nach Frain/Vranov mit Schlossführung. Das nächste Ziel war Retz, wo Dr. Helmuth Bornemann durch „seine“ Südmährische Galerie führte. Zum Abschluss gab es noch einen Empfang beim Vizebürgermeister der Stadt Retz KR Ing. Karl Burkert.

Am Sonntag erfolgte die Heimreise. Bei strahlendem Wetter ging es über Stift Göttweig (mit herrlicher Fernsicht von der Terrasse) über die Wachau und der Wallfahrtskirche Maria Taferl hoch über der Donau zurück nach Geislingen.

Hans-Günter Grech

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