19.5.2014

Putin verhöhnt Vertriebene

 

München. Der CSU-Europaabgeordnete Bernd Posselt, Sprecher der
Sudetendeutschen Volksgruppe und bayerischer Landesvorsitzender
der Union der Vetriebenen und Aussiedler (UdV), hat scharfe Kritik
am russischen Präsidenten Putin geübt.

Dieser habe auf der von
Rußland völkerrechtswidrig annektierten Halbinsel Krim die
Gedenkfeier der dort alteingesessenen Tataren zum 70. Jahrestag ihrer
Vertreibung durch Josef Stalin verboten: „Das ist typisch für die
totalitäre und vertriebenenfeindliche Gesinnung Putins. Dazu paßt,
daß er nicht nur den Genozid an den Krim-Tataren rechtfertigt,
sondern auch in ganz Rußland die Erneuerung des Stalin-Kultes
fördert und durch Vorherrschaft über die Nachbarländer eine Art neuer
Sowjetunion schaffen will.“ Bei der Eröffnung der Olympischen
Spiele in Sotschi habe Putin in triuumphalistischer Weise des 150.
Jahrestages des russischen Sieges über die dort eigentlich ansässigen
Tscherkessen gefeiert, was nicht verwundere, da er seine
Präsidentschaft dem von ihm mutwillig angezettelten zweiten
Tschetschenien-Krieg verdanke: „Er beruft sich auf das
Selbstbestimmungsrecht der Völker und tritt es zugleich gegenüber
mehr als hundert kleinen Nationalitäten in der sogenannten Russischen
Föderation mit Füßen.“ Posselt unterstrich die Solidarität der
Sudetendeutschen mit allen vertriebenen und unterdrückten Völkern,
nicht zuletzt mit den Krim-Tataren, die zur Hälfte nach wie vor in der
Fremde in Zentralasien, zur anderen Hälfte in Slums ihrer alten
Heimat Krim weitgehend rechtlos lebten.


Pressestelle Bernd Posselt MdEP
Dachauer Str. 17, 80335 München
Tel.: 089/554683, Fax: 089/594768
mail@bernd-posselt.de; www.bernd-posselt.de

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