DER   TOD   VON   DRESDEN   VOR   70   JAHREN

Die infernalische Vernichtung einer Kulturmetropole und international völkerrechtlich geschützten Lazarettstadt kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs am 13./15. Feber 1945, wurde zum Fanal diabolischen Vernichtungswillens – und zur dauerhaft erkennbaren Völkerrechtsverhöhnung der Sieger.

Seither wird an der fiktiven Verkleinerung des unermeßlichen Frevels gearbeitet. Zum Höhepunkt dieser Bemühungen wurde 2004 eine Historikerkommission eingesetzt, die 2009 das opferverachtende Ergebnis von „maximal“ 25.000 zu Tode gekommenen Menschen verkündete. Die vor wenigen Jahren gezeigte, erschreckend wiedergegebene zweiteilige Fernsehverfilmung über den Untergang Dresdens, die der maßlosen Vernichtungsorgie gerecht zu werden versuchte, konnte die seinerseitige Gegebenheit nur in Ansätzen verdeutlichen, hat aber dennoch eine große Betroffenheit ausgelöst.

Die erlebte Wirklichkeit spielte sich jedoch sehr viel erbarmungsloser ab:

Der erste von vier Vernichtungsschlägen mit der verheerenden Wirkung, der sich rasch entwickelnden Großbrände, hatte bereits den Großteil von 15 qkm Innenstadtgebiet in ein Höllenszenario verwandelt, das nur in den Randzonen Rettungsmöglichkeit bieten konnte. Dass aber nach zwei Stunden der genau gleiche Terroreinsatz wiederholt wurde, überstieg jedes geistige Fassungsvermögen und war nur mit bestialischer Menschenvernichtung zu erklären. Die Feuermasse über der Stadt hielt diese zweite Angriffswelle, wieder mit Feuersturmstrategie, nicht davon ab, die Vernichtung zu potenzieren und forderte die weiteren massenhaften Opfer, die in den Kellern erstickten, verbrannten und, wenn sie das Freie erreichen konnten, den Sprengbomben und Tieffliegern schutzlos ausgesetzt waren.

(Laut Historikerbericht gab es keinen Tieffliegerbeschuss, entgegen dem auf S.71 beigefügten amerikanischen Bericht: „Die ‚A’ Gruppen (Jagdflugzeuge) gingen auf eine niedrige Höhe, um von dort aus Bodenziele mit automatischen Waffen zu beschiessen“. (Übersetzung Dr. M. Ludwigs). Fehlten den Historikern die speziellen Sprachkenntnisse?

Das Vernichtungswerk zu vollenden folgten jetzt noch zwei weitere Terrorangriffe der amerikanischen Bomberflotte.

Insgesamt wurden nach Alliierten-Angaben über 2000 Langstreckenbomber eingesetzt, die 3600 to Sprengbomben und 650.000 Brandbomben abwarfen.

Dies ist der Tiefpunkt einer verbrecherischen Luftkriegführung, wie sie in Churchills Kriegskabinett bereits am 15. Mai 1940 neben Zieleinsätzen als mögliches Flächen- bombardement einzukalkulieren beschlossen und tags darauf mit Flugeinsätzen über dem Ruhrgebiet begonnen wurde (die erste deutsche Reaktion erfolgte am 15. Sept. 1940, ein Vierteljahr später).

Nachgeborenen, einschließlich Historikern, ist es unmöglich, das Ausmaß der Dresdner Vernichtungsorgie zu ermessen oder ihnen vermitteln zu können.

Im Jahre 2004 meinte man, die Debatte darüber durch Einberufung der Historiker-kommission beenden zu können. Über noch aufgefundene dokumentarische Belege wurde nun die damit wissenschaftlich belegbare Zahl von 18 000 Toten plus später aktenkundig gemachten 2000 Kellertoten plus einem Unsicherheitsfaktor von angenommenen 5000 Opfern im Februar 2009 die  „maximale“ Opferzahl von 25 000 verkündet, was seitdem medial verbreitet wird.

Dabei wird der ehrenrettende Zusatz vermieden: … „ohne die nicht mehr nachweisbaren Opfer.“

Das ging der Wissenschaft wohl schon zu weit und entspricht einer beklagenswerten anpassenden Geschichtsbetrachtung unserer Tage.

Auf Alliierter Seite spricht man von ca. 130.000, am Genfer Internationalen Roten Kreuz von 275 000 Opfern. Die Vernichtungsenergie in der mit Ostflüchtigen überfüllten, unverteidigten Zivilstadt mit einer an Materialschmelzen erkennbaren Feuersturmerhitzung bis 2000 Grad lässt nach mehr als einem halben Jahrhundert des höllischen Geschehens eine gültige maximale Opferzahlangabe nicht mehr zu.

Die begründete Schätzung im Chaos der Tatzeit schwankt zwischen 200 000 und 250 000. Der Diplomat und Autor Sir Harold George Nicolson, Parlamentarischer Privatsekretär des Informationsministers in Churchills Kriegskabinett urteilt im Observer am 5.5.1963 über den Dresden-Einsatz:

                       „The greatest single Holocaust by war“!

E.E. Korkisch, ehem. Kruzianer/Kreuzchorschüler, Augenzeuge, 85354 Freising, Vimystr. 4

Bild mit Blick vom Rathausturm über die Ruinen der Innenstadt nach Westen kann angefordert werden.

"Dresden 1945": Zeitreise in eine zerstörte Stadt | MDR.DE:

http://www.mdr.de/sachsen/asisi-panorama-dresden100.html

 

 

 

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