Restitution: Liechtensteins Fürstenfamilie läßt nicht locker

Utl.: 1945 enteignet nach Kollektivschuld, 1919 Teilenteignung durch CSR-Bodenreform

Die liechtensteinische Fürstenfamilie würde gerne in Tschechien investieren, falls sie ihren nach dem Zweiten Weltkrieg konfiszierten Besitz in der damaligen Tschechoslowakei zurückbekommt. Das erklärte der liechtensteinische Fürst Hans Adam II. gegenüber der tschechischen Tageszeitung „Mladá fronta Dnes“. „Für die Tschechische Republik wäre die Rückgabe des Eigentums die beste Lösung. Wir bringen das Familien-Know-how mit. In der Forst­wirtschaft, Landwirtschaft, der Industrie sowie im kulturellen Bereich. Wir können weiter investieren“, sagte der Fürst.

Die Eigentumsfrage spiele weiterhin eine Rolle in den tschechisch-liechtensteinischen Beziehungen. „Es handelte sich um eine Enteignung ohne Kom­pensation. Nicht nur meiner Familie sondern auch anderer liechtensteinischer Bürger. Ich hoffe, daß wir eine Lösung finden“, so Hans Adam II.

Das Eigentum der liechtensteinischen Fürstenfamilie war 1945 aufgrund der Dekrete des damaligen Staatspräsidenten Edvard Benes vom Staat mit der Begründung beschlagnahmt worden, sie habe sich früher zur deutschen Nationalität bekannt. Die tschechische Regierung betrachtet die Benes-Dekrete und deren Folgen als unantastbar. Die liechtensteinische Fürstenfamilie war auch von der Bodenreform der tschechoslowakischen Regierung vom Jahr 1919 betroffen, indem ihre Liegenschaften von den einstigen 160.000 Hektar auf knapp 69.000 Hektar verkleinert wurden.

Geschichte des Fürstenhaus:

http://www.fuerstenhaus.li/de/fuerstenhaus/fuerstliche_familie/fuerst_h…

 

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