Sudetendeutscher Pressedienst, Wien, am 6,Mai 2014

Kirchliches Gedenken an Schwester Restituta (Helene Kafka) in Brünn/Husowitz

   

Fotos © Alfred Nechvatal

Am 4. Mai 2014 fand in der Herz Jesukirche in Brünn-Husowitz/Brno-Husovice eine feierliche Gedenkmesse – von Brünner Bischof Mons. Vojtech Cikrle zelebriert – anlässlich ihres 120. Geburtstages statt.

Eine Abordnung der BRUNA aus Österreich und Deutschland – der vertriebenen Brünner – und der verbliebenen Deutschen des DSKV – aber auch aus St. Brigitta in 1200 Wien und des Hartmannspitals in 1050 Wien nahmen an den Feierlichkeiten für die Selige Schwester „Resoluta“, teil.

Peter Barton, der Leiter des Prager Büros der Sudetendeutschen Landsmannschaft hat dankenswerter Weise die Vorarbeiten gemacht.

Dr. Rudolf Landrock richtete in Deutsch folgende Worte an die Kirchengemeinde, Peter Barton übersetzte ins Tschechische:

„Sehr geehrte Exzellenz Cikrle, sehr geehrter Pfarrer Hovez, werte Festgemeinde, liebe Landsleute, anlässlich der heutigen Feierlichkeiten im Gedenken an den 120.Geburtstag der seligen Schwester Restituta überbringe ich Ihnen die herzlichen Grüße der BRUNA, des Heimatverbandes der Brünner. Ich freue mich, dass Sie die BRUNA zu diesem Hochamt eingeladen haben.

In Brünn wurde Restituta als Mitglied der deutschen Volksgruppe geboren. In Wien wurde sie zur Märtyrerin. In erster Linie sah sie sich als Christin, als katholische Ordensfrau. Für Jesus Christus in Gestalt der Kreuze, die sie im Wiener Krankenhaus gegen die Staatsmacht aufhängte, ist sie gestorben. Der Lebensweg von Schwester Restituta – mit bürgerlichen Namen Helene Kafka – ist verwoben mit der Geschichte vieler Deutscher aus Brünn, die freiwillig oder vertrieben in Wien landeten.

Die selige Schwester Restituta demonstriert mit ihrem Leben und Handeln, dass keineswegs alle Deutschen bedingungslose Anhänger des Nationalsozialismus waren, sondern dass es auch Deutsche und Österreicher gab, die sich dem Anspruch eines totalitären Systems widersetzten.

Die BRUNA ehrt  Maria Resituta als Brünner Blutzeugin, die ihren Glauben gegen den Glaubenshass der Nazis verteidigte, den Tod annahm und ihren Verfolgern vergab.“

 


Diashow mit 176 Fotos - anklicken eines kleinen Fotos entsteht Diashow, alle Fotos © Alfred Nechvatal

https://www.dropbox.com/sh/iij2o2tt6m1y8tr/AABCcY8F-hBreHYvwbJfMkfka

 

 
Die Zeitung der Erzdiözese Wien, Der Sonntag, berichtete in ihrer Ausgabe vom 18.Mai 2014 über die Brünner Gedenkfeier

  


 
Helene Restituta Kafka (Gedenktag 29. Oktober)

Heldenplatz Wien, 21. März 1998. Eine große Messe mit Papst Johannes Paul II, bei der drei Österreicher selig gesprochen werden: Jakob Kern, Anton Maria Schwarz und Schwester Restituta Kafka. Letztere war eine wahrhaft starke Frau, wie Bibel und Liturgie sie preisen. Endlich war sie aus Vergessen und Verborgenheit aller Welt bekannt gemacht – sie, die lichte Gestalt in einer dunklen Zeit!

Helene Kafka stammte aus Brünn. 1896, als sie zwei Jahre alt war, übersiedelte ihr Vater, ein Schuhmacher, nach Wien, Brigittenau. Nach der Schule wurde sie Dienstmädchen, Verkäuferin und Hilfskrankenpflegerin. Dann lernte sie die „Schwestern von der christlichen Liebe“ kennen, die nach dem Standort in der Wiener Hartmanngasse „Hartmannschwestern“ genannt werden. 1915 trat sie ihnen bei und erhielt den Ordensnamen Restituta nach einer römischen Märtyrerin. Schon 1919 wurde sie leitende Operationsschwester im Krankenhaus Mödling. Sie war bald geschätzt von Ärzten, Mitarbeitern und Patienten; sie war beherzt, resolut, umgänglich, offen.

Den Nationalsozialismus lehnte sie ab. Die Treue zum Kreuz brachte sie durch eine Anzeige auf den persönlichen Kreuzweg und in den Martertod. Die Monate im Kerker, die Isolation, die Todesangst, aber mit starkem Glauben und Treue zu ihren Gelübden ließen sie innerlich reifen und heilig werden, wie Briefe aus ihrer Zelle bezeugen: „Den Glauben im Herzen vermag einem niemand zu nehmen – Ich bin ruhig und ergeben. Und ich habe allen vergeben (…). Der Heiland und seine Mutter verlassen uns nie. Gottes heiliger Wille ist mein ganzer Trost; täglich sage ich aufs Neue: Ja Vater! Ich gehe gern den Berg hinan in die ewige Heimat.“

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