Sudetendeutscher Heimattag 2014 in unserer Patenstadt Klosterneuburg (1)

50 Jahre vorbildliche Patenschaft - Motto: Der Herkunft eine Zukunft geben

 

Alle Fotos © Alfred Nechvatal

Der Wettergott hatte am 14. September mit den Sudetendeutschen beim Heimattag Einsehen: es regnete nicht. Das Platzkonzert des Musikvereines Wien-Leopoldau am Rathausplatz konnte stattfinden und ebenso der Fest-und Trachtenzug zum Sudetendeutschen Platz mit der Totengedenkfeier mit Kranzniederlegung, wo die Musik den „Guten Kameraden“ intonierte und Prälat Dr. Franz L.Fahrner, Militärgeneralvikar, mit uns mit einem „Vater unser“ der lieben Toten gedachte.

 

 


Diashow mit 52 Fotos vom Fest- und Trachtenzug zum Sudetendeutschen Platz

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Gedenkfeier

Worte des Gedenkens sprach der Obmann des Südmährischen Kulturverbandes in Österr. Dkfm. Hans-Günter Grech neben dem Heimatdenkmal und sagte u.a.: „Wir gedenken hier der alten Heimat, der Heimat unserer Eltern und Großeltern, mit den Kirchen und Häusern, die sie gebaut, den Bäumen, die sie gepflanzt, mit den Äckern, die sie bearbeitet haben, mit den Menschen, deren Lieder sie gern gesungen haben, und deren Sprache ihnen vertraut war,  bei deren Klang ihnen heute noch die Tränen kommen. 

Wir wollen sie weiter in unseren Herzen bewahren,  die Erinnerungen an sie pflegen und weitergeben. Wir gedenken hier der vielen Todesopfer durch Flucht und Vertreibung, durch Deportationen und Zwangsarbeit. Im Gedenken an unsere Toten dieser vergangenen Zeiten, in der Erinnerung an die Grausamkeit von Flucht und Vertreibung, nehmen wir mitfühlend Anteil am Schicksal der Menschen unserer Tage, die vor Krieg, Not und Religionshass auf der Flucht sind oder aus ihrer angestammten Heimat im Zuge ethnischer, politischer oder religiöser sogenannter "Säuberungen" vertrieben werden.

Wir werden die Heimat und alle, die in den beiden Weltkriegen, die bei Flucht, Vertreibung und Deportation umkamen, sowie jenen, die nach all den Entbehrungen seit dem Kriegsende bis heute ihr Leben lassen mussten, nicht vergessen.“


Diashow mit 54 Fotos von der Gedenkfeier am Sudetendeutschen Platz >

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Rückmarsch zur Babenbergerhalle


Diashow mit 50 Fotos vom Fest-Trachtenzug (Rückmarsch) zur Babenbergerhalle

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Im Festzug – und da gabs dann schon einige Regentropfen – zogen die zahlreichen Landsleute – mit den Studentenabordnungen und Fahnen voran – gefolgt von dem Block der Ehrengäste mit Bgm. Mag. Stefan Schmuckenschlager, NR-Abg. Anneliese Kitzmüller (FPÖ), LAbg. von NÖ DI Willibald Eigner (SPÖ) und als Vertreterin S.E. dem Botschafter der Tschechischen Republik Jan Sechter, Botschaftssekretärin Mag. Petra Hojni - mit über 50 Wappentüchern sudetendeutscher Städte hinunter in die Babenbergerhalle zur

 

Hauptkundgebung

 

Unter den Klängen des Egerländermarsches zogen die Fahnenträger ein und die „Leopoldauer“ spielten die Österreichische Bundeshymne – und zu Ehren unseres Festredners, Europa-Abgeordneten Mag. Othmar Karas – die Europahymne.

Begrüßungsansprache

SLÖ-Bundesobmann LAbg.a.D. Gerhard Zeihsel erklärte in der Babenbergerhalle:

„Sehr geehrte Ehrengäste, liebe Landsleute!

Wir haben am 4. Sept. die 50-jährige Patenschaft der Stadt Klosterneuburg mit Bgm. Mag. Stefan Schmuckenschlager und Stadt-und Gemeinderäten im Rathaus gefeiert und wir Sudetendeutschen haben uns dafür bedankt und eine Urkunde zur Erinnerung überreicht. Wir haben in Klosterneuburg eine neue Heimat und Geborgenheit gefunden.

Aber im Zuge der Krimkrise und dem Anschluß an Russland wurde und wird – besonders in Medien von der Hilflosigkeit der westlichen Demokratien gesprochen und geschrieben – die im September 1938 in München die Tschechoslowakei opferten, um Hitler friedlich zu stimmen. Dem war überhaupt nicht so:

wie Sie sicherlich wissen, hatten im Herbst 1918 die Abgeordneten der deutschsprachigen Wahlkreise in Böhmen und Mähren und Österr.Schlesien im Wiener Reichsrat (Parlament) einstimmig für den Verbleib bei Österreich gestimmt. Die Sieger untersagten diesen Volksentscheid und im Diktat von St. Germain wurden diese Landesteile der durch Masaryk und Beneš neu gegründeten Tschecho=Slowakei zugeschlagen.

Daraus ereigneten sich in der Tschechoslowakei eine Kette unglaublicher Schikanen und Zurücksetzungen gegen die deutsche Volksgruppe wie: Gewaltsame Auflösung friedlicher deutscher Demonstrationen gegen die illegale tschechische Besetzung deutscher Gebiete im März 1919 mit fast hundert Toten und hunderten Verletzten, Schließung deutscher Schulen zugunsten tschechischer Schulen mit nur ganz wenigen tschechischen Kindern, Auftragsentzug für deutschsprachige Betriebe zugunsten tschechischer Betriebe mit der Folge ungeheurer Arbeitslosigkeit bei den deutschen Betrieben, Konfiszierung des deutschen Großgrundbesitzes und Regel - lose Verteilung zu 97% an tschechische Siedler und unzählige andere Ungerechtigkeiten mehr.

Dutzende Protest - Eingaben der Deutschen in der Tschechoslowakei an den Völkerbund wurden von den Tschechen und Franzosen weggewischt. Diese Ungerechtigkeiten veranlassten im Sommer 1938 die Briten eine fact finding Kommission unter Lord Runciman in die Tschechoslowakei zu senden. Diese bestätigte alle diese Ungerechtigkeiten und den Drang der Deutschen nach Selbstbestimmung, den leider die Nationalsozialisten in Deutschland als ihre Aufgabe reklamierten.

Jedenfalls war die Folge der Runciman Kommission die Konferenz von Bad Godesberg am 21.9.1938 in der Frankreich, Großbritannien, Italien, Deutschland und die Tschechoslowakei (!!) überein kamen, die deutschsprachigen Gebiete der Tschechoslowakei an Deutschland anzuschließen, da der Vertrag von St. Germain aus 1919 ausdrücklich spätere Gebietskorrekturen („falls sich Vereinbarungen als unrichtig herausstellen sollten“) der Diktatverträge vorsah. Das Münchener Abkommen vom 29.9.1938 selbst  regelte nur die Durchführungsbestimmungen und den Terminplan.

Es haben also die „Westlichen Demokratien“ 1938 im Münchener Abkommen keinesfalls „die Tschechoslowakei geopfert“, sondern diese Demokratien haben dem berechtigten Wunsche der deutschen Bewohner nach Autonomie entsprochen, den leider die Nazis als Argument für einen Anschluss an Deutschland benutzt hatten und im März 1939 die „Resttschechei“ besetzten.

Einige offene Fragen gibt es noch, wie die starre Situation zu der Aufhebung des schmutzigen Dutzends von 143 Beneš-Dekreten in der Tschechischen und Slowakischen Republik. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit und geschichtlichen Wahrheit, sich auch – nach Jahrzehnten der kommunistischen Diktatur, jetzt in der wiedergewonnen Freiheit seinen dunklen Seiten der Geschichte zu stellen.

Wir mußten auch mit unserer eigenen  Geschichte ins Reine kommen, damit Platz für eine gemeinsame Zukunft möglich würde. Unter diesem Motto werden wir im nächsten Jahr unser 15. VLÖ-Symposium in der nächstjährigen europäischen Kulturhauptstadt Pilsen ausrichten.

Es ist aber an der Zeit, daß sich die Tschechische und Slowakische Regierung mit der Rehabilitierung, Restitution oder Entschädigung beschäftigt – wie es Serbien vorexerziert – während das entwendete Grundeigentum in der Tschechischen und Slowakischen Republik an die Menschen in Europa zum Kauf angeboten – und auch erworben wird.

Eine in der „Sudetenpost“ seit Pfingsten gestartete Umfrage zeigt eindeutig, daß die große Mehrheit das Eigentumsrecht aufrechthält.

Wir strecken die Hand zu einem gerechten Ausgleich dem tschechischen Volk entgegen!

Wir haben heute wieder die Ehre, einige Ehrengäste und Euch liebe Landsleute in der Babenbergerhalle zu begrüßen:

An der Spitze unseren Patenonkel Bgm. Mag.Stefan Schmuckenschlager  mit Stadt- und Gemeinderäten der Patenstadt  und den Festredner und Europaabgeordneten Mag. Othmar Karas, den Delegationsleiter der ÖVP-Delegation im Europaparlament.“

Weiters begrüßte Zeihsel: NR-Abg. Anneliese Kitzmüller – FPÖ Vertriebenensprecherin, LAbg.DI Willibald Eigner (ÖVP) in Vertretung von LH Erwin Pröll, Mag.Petra Hojni Botschaftssekr. in Vertretung des Botschafters Jan Sechter der Botschaft der ČR, den 2.Präs.des Wr. Landtages Abg. Johann Herzog (FPÖ) und LAbg.a.D. Volkmar Harwanegg (SPÖ), Bez.Rat Elisabeth Bäcker, Dr. Ilse Tielsch, den Vorsitzenden unseres Dachverbandes VLÖ DI Rudolf Reimann mit Frau Edith und VLÖ-Generalsekretärs Ing. Norbert Kapeller, Obm. Dr. Karl Katary (Österr. Landsmannschaft), Obm. Dr. Herbert Knauthe (Neuer Klub), Obm. Dieter Schöfnagel (Verein Muttersprache), Vertreter der Sudetendeutschen Jugend und die Burschenschaften: VdSt Sudetia, Wr.Akadem. Burschenschaft Moldavia, Wr. Akadem.Mädelschaft NIKE, Burschenschaft Ghibellinia zu Wien und die Wr.Akadem.Burschenschaft Bruna-Sudetia, von der SLÖ die Bundes-Landes- und Heimatgruppen-Amtswalter.

Bildergalerie mit 234 Fotos der Festveranstaltung in der Babenbergerhalle >

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