Geschichte wachhalten

Am kommenden Wochenende kommen in Augsburg wieder Tausende Sudetendeutsche zusammen. 

Brücken bauen zwischen Jung und Alt, Vertriebenen und Einheimischen, Deutschen und Tschechen – das ist das Motto des 65. Sudetendeutschen Tags in Augsburg. „Geschichte verstehen – Zukunft gestalten“, wird das Thema am kommenden Wochenende auf dem Messegelände sein.

„Unser Anliegen ist es, die Geschichte wachzuhalten, junge Menschen auf der Suche nach ihren Wurzeln zu unterstützen, die Identität zu wahren“, betont Hildegard Schuster, Sprecherin des Bundesverbands der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

Für das Pfingsttreffen rechnen die Veranstalter mit täglich mehr als 10000 Teilnehmern. An beiden Tagen wurde ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Den Auftakt bildet die Eröffnung am Pfingstsamstag um 10.30 Uhr in der Schwabenhalle, in deren Rahmen der Europäische Karls-Preis verliehen wird. Ihre höchste Auszeichnung vergibt die Sudetendeutsche Landsmannschaft in diesem Jahr an den Menschenrechtler und Mitbegründer der Partei „Die Grünen“ Milan Horáček. Den Festgottesdienst am Pfingstsonntag um 9 Uhr in der Schwabenhalle zelebriert der Prager Weihbischof Václav Malý. Reden wird auf der Hauptkundgebung, die sich um 11 Uhr anschließt, neben Bernd Posselt, Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer.

Daneben ist ein Kulturprogramm geboten, das Präsentationen, Lesungen, Diskussionsrunden, Ausstellungen und Brauchtumsveranstaltungen umfasst. Ein Höhepunkt für viele Besucher wird wieder der große Volkstumsabend am Pfingstsamstag sein. Dort werden sudetendeutsche Musikgruppen Lieder und Tänze aus Böhmen, Mähren und Österr.-Schlesien aufführen.

Seit Jahren wechselt die Sudetendeutsche Landsmannschaft zwischen Augsburg und Nürnberg als Austragungsort für ihre Treffen. In diesem Jahr wollen die Mitglieder der Sudetendeutschen Landsmannschaft präsenter in der Innenstadt sein. Bereits am Samstag haben die Hofmusikanten auf dem Martin-Luther-Platz böhmisch-mährische Blasmusik gespielt. Böhmische Liwanzen gab es als kulinarische Kostprobe.

Ab Donnerstag, 5. Juni, eröffnet außerdem um 18 Uhr im Unteren Flez des Rathauses eine Ausstellung über das Leben der in Prag geborenen Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner (1843–1914). Die Ausstellung ist bis zum 19. Juni zu sehen.

 

 

 

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