Töten von Flüchtlingen auf österreichisch, vor 70 Jahren -

Massenmord an Altösterreichern an österreichisch-tschechoslowakischer Grenze

Tausende Tote durch Grenzsperre von Staatskanzler Dr. Karl Renner: er bat die Sowjets, die Grenze zu sperren.

Foto: http://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_01664/

Im Juni 1945, 6 Wochen nach Kriegsende, wurde eine Masse von ca. 27.000 deutschsprachigen Altösterreichern aus Brünn (Mähren) in Richtung Wien ausgetrieben und 55 km brutal zur österreichischen Grenze gejagt. Frauen, Kinder, Kranke und alte Männer bildeten diesen Elendszug, ohne Nahrung, meist nur mit Wasser aus Jauchefässern, in glühender Hitze und angetrieben von tschechischen Schergen, die gnadenlos viele, die nicht mehr weiterkonnten, erschlugen oder erschossen.

Von der heutzutage gezeigten großzügigen österreichischen Hilfsbereitschaft an Flüchtlingen war damals keine Spur: Staatskanzler Dr. Renner bat die Sowjets, die österreichische Grenze zur Tschechoslowakei zu sperren, denn "... von Norden her sollen ...deutschsprechende Tschechoslowaken in primitivster Kleidung, ohne Geld, ohne Nahrungsmittel, kurz als Bettler ins Land (Zit.: Dr Karl Renner, 1945, m.p.)."

Die Folge dieser menschenverachtenden Grenzsperre waren unzählige Verhungerte, Verdurstete und an Typhus gestorbene vertriebene deutschsprachige Altösterreicher. Sie lebten vorher viele Jahrhunderte in ihren Siedlungsgebiete in den Böhmischen Ländern, das nur 26 Jahre vorher von Österreich abgetrennt wurde. Ungefragt und gegen ihren Willen waren sie in den im Friedensdiktat von St. Germain 1919 erfundenen Tschecho-Slowakischen Staat hinein gezwungen worden, wo man sie als Minderheit 2. Klasse schikanierte.

Diese Grenze ließ derselbe Staatskanzler Dr. Renner sperren, der nur 7 Jahre zuvor, am 3.4.1938 im Wiener "Neuen Tagblatt", gleich nach dem Einmarsch der Nazis in Österreich offensichtlich als deren Wegbereiter, die Österreicher zum "JA" bei der bevorstehenden Anschluss -Volksabstimmung Österreichs an das Deutsche Reich aufforderte:

"Als Sozialdemokrat und somit als Verfechter des Selbstbestimmungsrechtes der Nationen, ... als erster Kanzler der Republik Deutsch-Österreich...werde ich mit JA stimmen. Und weiters sagte er:  "... Ich müsste meine ganze Vergangenheit ...als deutschösterreichischer Staatsmann verleugnen, wenn ich die große geschichtliche Tat des Wiederzusammenschlusses der deutschen Nation nicht freudigen Herzens begrüßte.“

Dr. Karl Renner hat u. a ein Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof und ein Teil der Wiener Ringstraße ist nach ihm benannt.

 

 

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