Vor 70 Jahren: Beginn der Vertreibung in den ehemaligen deutschen Ostprovinzen

Utl.:Stetige Mahnung an diese Tragödie unterstützt großartige Vision vom Zusammenleben in Europa ohne Furcht und Zwang

Mitte Jänner 1945 erreichten die Truppen der sowjetischen Roten Armee die deutsche Reichsgrenze im Osten. Damit setzte mitten im bitterkalten Jänner vor 70 Jahren in den deutschen Ostgebieten von Ostpreußen bis Schlesien die Flucht der deutschen Bevölkerung ein. Unter unvorstellbaren Strapazen machten sich vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen in Trecks oder alleine auf den Weg Richtung Westen.

Die deutsche Zivilbevölkerung erlebte in diesen Tagen und Wochen furchtbares Leid und vielfachen Tod bei der Flucht über das Frische Haff in Ostpreußen, auf versenkten Schiffen in der Ostsee, auf den von sowjetischen Truppen überrollten Trecks oder durch die Kälte des Winters.

Nicht weniger leidvoll erlebte die zurückgebliebene deutsche Zivilbevölkerung vielerorts den Einmarsch der sowjetischen Truppen mit der Ermordung von Zivilisten, der massenhaften Vergewaltigung von Frauen, den Plünderungen und Brandschatzungen sowie der Deportation in die Sowjetunion zur Zwangsarbeit.

Der Bund der Vertriebenen erinnert in diesen Tagen an das furchtbare Leid der deutschen Bevölkerung jenseits von Oder und Neiße vor 70 Jahren. Was die Ost- und Westpreußen, die Pommern, die Danziger, die Ostbrandenburger, die Schlesier, die Sudetendeutschen sowie die Deutschen in Ungarn, Jugoslawien und Rumänien in diesen Wochen und Monaten an Unmenschlichkeit er- und durchlitten, darf nicht vergessen werden.

Je weiter östlich die Deutschen lebten, umso härter und bitterer haben sie für den Krieg bezahlen müssen. Flucht, Vertreibung, Verlust von Hab und Gut sowie Heimat, Entrechtung, Deportation zur Zwangsarbeit trafen sie im vollen Ausmaß.

Der Bund der Vertriebenen in Bayern verneigt sich vor den hunderttausenden Opfern während der Flucht aus der angestammten Heimat. Er erwartet, dass die Bundesregierung, ins-besondere mit dem Dokumentationszentrum der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, dauerhaft an diese Tragödie der Deutschen im Osten erinnert.

Für den BdV, so Landesvorsitzender Christian Knauer, bleibt dieses furchtbare Geschehen stetige Mahnung, für die großartige Vision der Charta der Heimatvertriebenen von 1950 zu arbeiten – nämlich für ein Europa, „in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können.“

Paul Hansel

Bund der Vertriebenen

Vereinigte Landsmannschaften,  Landesverband Bayern e. V.

Am Lilienberg 5 ● 81669 München  Tel.:0049 89 48 14 47 ● Fax: 0049 89 48 26 21

E-Mail: info@bdv-bayern.de ● Internet: www.bdv-bayern.de

 

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