Warum sind sie nicht zurück gekommen?

Utl.: Historische Brünner Familien die flohen, aber nicht mehr zurückkehrten

Im Rahmen unserer Ganztages-Konferenz am 21.10.2015 („Warum sind sie nicht zurückgekommen“) zu historischen Brünner Familien, denen es gelang vor den Nazis zu fliehen, die jedoch nach Kriegsende nicht mehr nach Brünn zurückkehrten – oder zurückkehren konnten, haben wir gleich eine ganze Reihe erschütternder Schicksale aufdecken können.

Sowohl die politisch engagierten Persönlichkeiten wie der Sozialdemokrat Johann Wolfgang Brügel, Wissenschaftler wie Professor Guido Glück, aber auch die großen Unternehmerfamilien wie Löw-Beer oder Familie Stiassny wurden dem Teilnehmerkreis nahegebracht. Über das Schicksal der Tuchmacher-Unternehmerfamilie Redlich  berichtete deren Nachfahrin, Frau Dr. Susanne Schober-Bendixen (Österreich), der wir sehr herzlich danken. Ebenso herzlich danken wir Herrn Dr. Martin K. Bachstein (USA), Herrn Dr. Bohumír Smutný, Herrn Dr Vojen Drlík und Herrn Jiří Skoupý  für ihre herausragenden Beiträge zu dieser hochinteressanten Veranstaltung.

Am vormittäglichen Workshop im Begegnungszentrum beteiligten sich ca. 40 Teilnehmer/innen aus der deutschen Minderheit,  Studierende der Germanistik und Gäste aus Brünn und teilweise aus Österreich. Dem Vortragsnachmittag in der Villa der Familie Stiassny, heute ein methodisches Zentrum für die Rekonstruktion der Denkmäler der modernen Architektur folgten über 50 Gäste (ähnliche Zusammensetzung). Leider konnten aus organisatorischen Gründen nicht alle Gäste dem erläuternden Vortrag während der Führung durch die Villa folgen. Wir bedauern dies und holen es für die Betroffenen nach.

Die Familie Stiassny gehörte seit dem 19. Jahrhundert zu den großen Textilfabrikanten der Stadt Brünn. Ihre Villa im seinerzeitigen Masaryk-Viertel im Brünner Stadtteil Schreibwald (Pisárky) ließen die Stiassnys von einem seiner Zeit bedeutendsten Brünner Architekten, Ernst Wiesner, bauen.

Ernst Wiesner konnte übrigens auch rechtzeitig das Land verlassen und lebte bis zu seinem Tode 1971 in England.  Auch er sah keine Möglichkeit einer Rückkehr nach Brünn. Die Villa selbst wurde nach ihrer Arisierung 1939 als Offizierskasino, nach ihrer Verstaatlichung 1948 als Staatsvilla zur Unterbringung hoher in- und ausländischer Besucher verwendet, so soll Edvard Beneš, Nikita Chruschtschow, Fidel Castro usw. anlälich ihrer Brünn-Besuche  dort gewohnt haben.

 

Herrn Dr. Zdeněk Mareček danken wir sehr herzlich für die Konzeption, die wissenschaftliche Beratung und Moderation des Konferenz-Tages.

http://www.freunde-bruenns.com                                     Hanna Zakharie (Deutscher Kulturverband Region Brünn)


Stadtmuseum Klosterneuburg                  Kardinal-Piffl-Platz 8, 3400 Klosterneuburg

Öffnungszeiten: Sa 14-18 Uhr, So-und Feiertag 10-18 Uhr

Tel.: 02243/444-299 bzw. 393 zu den Öffnungszeiten 393

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