Ungarn gedenkt der Vertreibung der Deutschen

Aufarbeitung der Vertreibungsverbrechen beispielhaft

Zum ungarischen Gedenktag zur Erinnerung an die Vertreibung der Ungarndeutschen am 19. Januar 2015 erklärt BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB:

Ungarn gedenkt heute würdevoll all jener Deutschen, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges von dort vertrieben wurden. Dieses Zeichen der Empathie für die Betroffenen und deren Nachkommen sowie des Bewusstseins für sämtliche Facetten der eigenen Geschichte begrüße ich ausdrücklich.

Direkt nach dem Fall des Eisernen Vorhangs – und damit früher als viele andere europäische Länder – hat Ungarn mit der Aufarbeitung der dort begangenen Vertreibungsverbrechen begonnen. Schon 1995 entschuldigte sich die ungarische Regierung beispielhaft für die Vertreibung der Deutschen.

Weitere beachtliche Schritte waren etwa die Einrichtung einer Landesgedenkstätte und eines Denkmals in Budapest im Jahr 2006 sowie die Durchführung einer Gedenkkonferenz im ungarischen Parlament im Jahr 2007, an der auch Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert MdB und die damalige BdV-Präsidentin Erika Steinbach MdB teilnahmen. Der Gedenktagsbeschluss erfolgte 2012 im ungarischen Parlament über alle Partei­grenzen hinweg einstimmig.

Wie sehr sich die ungarische Regierung dem Schicksal der deutschen Vertriebenen sowie der deutsch-ungarischen Verständigung verbunden fühlt, zeigen auch die regen Kontakte zum BdV und viele Besuche bzw. Reden beim Tag der Heimat, zuletzt vom Präsidenten der Ungarischen National­versammlung László Kövér.

Das Gedenken in Ungarn leitet eine Reihe vieler diesjähriger Veran­staltungen ein, die deutlich machen, dass Vertreibungen gestern wie heute Unrecht sind.

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