Günter Kottek: Zweites Münchener Abkommen

Ein „Zweites Münchener Abkommen“

und Warten auf Godot

Völlig abgehoben von den völker- und menschenrechtlichen Hoffnungen und Erwartungen der Erlebnis- und eines Großteiles der Bekenntnisgeneration residiert er im bayerischen „Vierten Stamm-Haus der Heimat“ in München, der rhetorisch gefinkelte SL-Sprecher mit dem machiavellistischen Kreuz auf der CSU-Stirne; und harrt da nun auf den Tag seines Triumphes einer aus Prag kommen sollenden „Tschechischen Versöhnungsgeste“.

* M. Maurer: (Un)voll- endete Tatsachen

(Un)vollendete Tatsachen

Von Manfred Maurer

ES IST NATÜRLICH unbestritten ein historisches Ereignis, wenn sich ein tschechischer Vizeministerpräsident ins Sudetendeutsche Haus nach München bemüht, um dort zum Gedenken an die Opfer der Vertreibung einen Kranz nie­derzulegen. Der Christdemokrat Pavel Bélobrádek hatte schon zu Pfingsten mit einer Video-Grußbotschaft an den Sudetendeutschen Tag in Augsburg, in der er die Teilnehmer des Pfingst­treffens als „Landsleute" ansprach, für eine viel beachtete Geste gesorgt. Bernd Posselt hat die Gelegenheit beim Schopf gepackt - und Pavel Bélobrádek gleich ins Sudetendeutsche Haus eingeladen.

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